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Chipmunk

Chipmunk mit gefüllten Backentaschen Chipmunk mit gefüllten Backentaschen - Foto: colacat/Shutterstock

Steckbrief Chipmunk / Streifenhörnchen

Größe 11-19 cm
Geschwindigkeit Bis 33 km/h
Gewicht 66-150 g
Lebensdauer 2-3 Jahre
Nahrung Nüsse, Samen, Insekten, Früchte
Feinde Falken, Füchse, Schlangen, Waschbären, Ratten, Wiesel
Verbreitung Nordamerika
Lebensraum Wald
Ordnung Nagetiere
Familie Hörnchen
Wissenschaftl. Name Tamias striatus
Merkmale Kleines Nagetier mit gestreiftem Fell und Backentaschen

Merkmale und Besonderheiten

Chipmunks sind kleine Nagetiere, die eng mit Eichhörnchen verwandt sind. Sie werden auch Streifenhörnchen genannt, weil sie auf dem Rücken auffällige Streifen haben. Dadurch sind sie leicht von Eichhörnchen zu unterscheiden. Außerdem kennt man sie unter dem Namen Backenhörnchen, weil sie große Backentaschen haben, in denen sie Nahrung aufbewahren. Das sieht so ähnlich aus wie bei einem Hamster. Sie ernähren sich von Nüsse und Samen und können an einem Tag bis zu 165 Eicheln sammeln.

Chipmunks haben auffällige Streifen auf dem Rücken Chipmunks haben auffällige Streifen auf dem Rücken - Foto: Elena Elisseeva/Shutterstock

Arten

Es gibt 25 Arten. Die größte Artenvielfalt gibt es in Amerika. Hier leben 24 der 25 Arten. Die bekanntesten und häufigsten sind das Streifen-Backenhörnchens, das Kleine Streifenhörnchen, das Kalifornische Streifenhörnchen und das Gelbe Fichtenstreifenhörnchen. Das Sibirische Streifenhörnchen ist das einzige, das außerhalb von Amerika lebt.

Verbreitung und Lebensraum

Verbreitung

Chipmunks leben in Amerika, Asien und teilweise auch in Europa. Das Sibirische Streifenhörnchen ist zahlenmäßig am häufigsten und auch am weitesten verbreitet. Es kommt in Russland, China, Korea und Japan vor. Es gibt auch welche in Europa und sogar in Deutschland, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einheimische Tiere. Sie kamen durch den Tierhandel nach Deutschland. In Nordamerika ist das Streifen-Backenhörnchen am häufigsten.

Lebensraum

Chipmunks leben in Wäldern, zum Beispiel in Laubwäldern, in Nadelwäldern aber auch in kalten Wäldern der Taiga. Die meiste Zeit verbringen sie in Höhlen, die sie selbst graben. In der Nähe von Menschen leben sie auch unter Häusern.

Lebensweise

Alvin und die Chipmunks sind ein unzertrennliches Trio. Gemeinsam bestehen sie die haarsträubendsten Abenteuer. In der Realität sind die kleinen Nager jedoch Einzelgänger, die ihr Leben hauptsächlich alleine verbringen. Streifenhörnchen sind tagaktiv.

Chipmunk Körperbau und Aussehen Chipmunk Körperbau und Aussehen - Foto: Bastrik/Shutterstock

Körperbau und Aussehen

Größe und Gewicht

Streifenhörnchen haben eine Körperlänge von 11-19 cm. Ihr Schwanz ist 7,5-11,5 cm lang. Ihr Gewicht beträgt 66-150 g.

Fellfarbe und Streifen

Chipmunks haben braunes, bis rotbraunes Fell. Besonders auffällig sind die fünf dunkelbraunen und fünf hellbraunen Streifen auf ihrem Rücken. Auch um die Augen haben sie auffällige, hellbraune Zeichnungen. Der Bauch ist weiß und der Schwanz ist dunkelbraun bis dunkelgrau.

Backentaschen

Chipmunks haben Taschen in ihrem Mund, genauer gesagt praktische Hautfalten. Sie dienen den kleinen Nagern als Zwischenlager für Futter. Das ist besonders praktisch, wenn Gefahr droht und sie nicht in Ruhe aufessen können. Oder, wenn sie eigentlich schon satt sind, das aber Futter als Notvorrat in ihre Höhle schaffen möchten. Wenn die Backentaschen voll sind, können sie größer als der Kopf sein!

Zehen

Chipmunks haben an ihren Vorderpfoten nur vier Zehen und an ihren Hinterpfoten fünf Zehen.

Streifenhörnchen oder Eichhörnchen – Wo ist der Unterschied?

Streifen oder keine Streifen - das ist hier die Frage! Streifen-Backenhörnchen haben fünf dunkelbraune Streifen auf ihrem Rücken. Dazwischen befinden sich fünf hellbraune Streifen. Eichhörnchen haben zwar unterschiedliche Farben wie Rot, Braun und Schwarz, aber sie sind immer einfarbig und haben keine Streifen.

Ernährung

Chipmunks sind hauptsächlich Pflanzenfresser. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Nüssen, aber gelegentlich futtern sie auch gerne Samen, Insekten, Früchte, manchmal sogar kleine Wirbeltiere. An einem Tag können sie 165 Eicheln sammeln – das ist etwa die Hälfte ihres gesamten Wintervorrats.

Chipmunk Chipmunk - Foto: George Schmiesing/stock.adobe.com

Verhalten

Verständigung

Laute

Alvin, Theodore und Simon von den Chipmunks sind sehr musikalisch. Sie spielen Gitarre, Schlagzeug, Klarinette, Saxophon und sogar Tuba. Die „echten“ Streifenhörnchen geben auch Laute von sich, allerdings stammen diese nicht von Musikinstrumenten oder ähneln Gesang. Chipmunks hören sich eher an wie kleine, tschirpende Vögel. Sie haben über 30 verschiedene Laute vom schrillen „chip-chip-chip“ bis hin zu weichen, dunklen „chuck-chuck“-Tönen.

Körpersprache

Alvin und die Chipmunks lassen in den Kinofilmen und Zeichentrickserien häufig ihre buschigen Schwänze tanzen. Die Macher haben sich das von den echten Streifen-Backenhörnchen abgeguckt. Es ist ein Teil ihrer Körpersprache und hilft ihnen, sich untereinander besser zu verständigen.

Winterruhe

Chipmunks legen vor dem Winter keinen großen Fettvorrat an. Im Herbst sammeln sie reichlich Vorräte in ihrer Höhle, von denen sie während des Winters zehren können. Sie halten daher auch keinen Winterschlaf, sondern nur Winterruhe: Sie wachen alle paar Tage auf, gönnen sich einen Snack und gehen wieder schlafen.

Tunnelbau

Chipmunks graben Höhlen, um sich vor Raubtieren zu schützen und ihren Nachwuchs großzuziehen. Ihre Höhle hat mehrere Aus- und Eingänge und Kammern, die über Tunnel miteinander verbunden sind. Der Haupttunnel kann 6-9 m lang werden.

Unterirdische Tunnel eines Chipmunks Unterirdische Tunnel eines Chipmunks - Illustration

Sinne und Fähigkeiten

Sehsinn

Auch wenn Simon eine Brille trägt: Die echten Chipmunks haben einen sehr guten Sehsinn.

Klettern

Chipmunks klettern zwar auch auf Bäume, aber die meiste Zeit verbringen sie am Boden, weil sie dort am meisten Nahrung finden.

Chipmunk Chipmunk - Foto: lastpresent/stock.adobe.com

Lebenserwartung

Chipmunks werden in freier Wildbahn häufig nur ein Jahr alt, in seltenen Fällen bis zu drei Jahre.

Feinde und Bedrohungen

Natürliche Feinde

Chipmunks haben viele Feinde, vor allem Falken, Füchse, Schlangen, Waschbären, Ratten, Wiesel, Kojoten, Eulen und Hauskatzen.

Der Mensch

Straßenverkehr

Viele Streifenhörnchen kommen im Straßenverkehr um, weil sie von Autos überfahren werden.

Sind Chipmunks gefährlich?

Chipmunks sind für Menschen normalerweise nicht gefährlich. Sie können zwar beißen, wenn man sie bedrängt, aber der Biss ist nicht schlimmer als der von einem Hamster. Sie können jedoch in sehr seltenen Fällen Salmonellen, Tollwut-Erreger oder Viren übertragen. Außerdem spielen sie für Zecken und Flöhe „Taxi“.

Chipmunk Chipmunk - Foto: Mircea Costina/stock.adobe.com

Bedeutung für das Ökosystem

Streienhörnchen als Nützling

Chipmunks sind sehr wichtig, weil sie über ihren Kot Samen verbreiten und dadurch an vielfältigen Orten neue Pflanzen wachsen können. Die Tunnel, die sie graben, belüften die Erde und sorgen daher für eine gute Bodenqualität.

Streifenhörnchen als Schädling

Streifenhörnchen buddeln Höhlen mit Ein- und Ausgängen. Vielen Menschen sind die Löcher in ihrem Rasen ein Ärgernis und stellen daher Fallen auf. Achtung: Auch in Lebendfallen sterben die Tiere häufig, weil sie darin großen Stress erleben, kein Zugang zu Nahrung haben und zu spät entdeckt werden.

Haltung als Haustier

Streifenhörnchen sind keine guten Haustiere, weil sie sehr viel Platz brauchen und nicht zahm werden. In Europa ist es zudem auch gar nicht erlaubt, das Streifenhörnchen zu halten, weil sie Wildtiere sind und auf der Liste der invasiven Arten stehen. Invasive Arten sind nicht-einheimische Arten, die das heimische Ökosystem gefährden können. Auch in Amerika ist es in vielen Staaten verboten, sie als Haustier zu halten.

Zwei Chipmunks Zwei Chipmunks - Foto: Margaret M Stewart/Shutterstock

Fortpflanzung

Chipmunks pflanzen sich im Frühjahr und Frühsommer fort. Nach einer Tragzeit von 30-40 Tagen kommen 4-5 Junge zur Welt. Bei ihrer Geburt sind sie blind und nackt. Nach etwa 6-8 Wochen sind sie groß und stark genug, den Bau zu verlassen und können ab da für sich selbst sorgen.

Fun Facts

Alvin und die Chipmunks

Alvin und die Chipmunks ist der Name einer Musikgruppe, die bereits zahlreiche Grammy Awards eingeheimst hat. Und das, obwohl es sie in Wirklichkeit gar nicht gibt! Die Bandmitglieder Alvin, Theodore und Simon sind nach Geschäftsführern der Plattenfirma Liberty Records benannt: Alvin Bennett, Simon Waronker und Theodore Keep. Es gibt nicht nur Musik von ihnen, sondern auch Zeichentrickserien und Kinofilme.

Die Chipettes

Es gibt auch eine Gruppe aus weiblichen Chipmunks. Die Mädchen heißen Brittany, Jeanette und Eleanor.

Das Chipmunk ist verwandt mit:

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Quellen:


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