Faultier
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Nebengelenktiere sind Säugetiere, die zusätzliche Gelenke besitzen. Sie helfen ihnen bei der Fortbewegung auf dem Boden und beim Klettern in Bäumen. Die Arten unterscheiden sich stark in ihrem Äußeren. Es gibt welche, die langes Fell haben – also zum Beispiel Faultiere. Andere haben stattdessen einen Panzer – zum Beispiel Gürteltiere. Auch in ihrem Verhalten und ihren Fähigkeiten könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Gürteltiere rollen sich bei Gefahr zu einem Ball wie ein Igel. Faultiere verharren regungslos und hoffen, nicht entdeckt zu werden. Der Ameisenbär geht zum Angriff über: Er verteidigt sich mit seinen scharfen Krallen.
Der wissenschaftliche Name der Nebengelenktiere ist „Xenarthra“. Das bedeutet wortwörtlich „seltsame Gelenke“. Sie befinden sich an der Brustwirbelsäule und an der Lendenwirbelsäule. Ob seltsam oder nicht, auf jeden Fall sind sie sehr praktisch, denn dadurch ist ihre Wirbelsäule sehr beweglich.
Nebengelenktiere besitzen lange, scharfe Krallen. Beim Faultier sehen sie aus wie lange Klingen – das ist fast schon etwas gruselig! Je nach Lebensraum haben sie unterschiedliche Aufgaben. Das Faultier braucht sie, um an Ästen zu hängen. Ameisenbären haben Krallen, um in der Erde nach Ameisen und Termiten zu graben.
Faultiere und Gürteltiere haben zwar Zähne, aber keinen Zahnschmelz und keine Zahnwurzeln. Ameisenbären haben gar keine Zähne, dafür aber eine lange Zunge.
Alle Nebengelenktiere haben einen langsamen Stoffwechsel. Sie bekommen über ihre Nahrung wenig Nährstoffe und haben daher wenig Energie. Deshalb bewegen sie sich meistens sehr langsam – um Energie zu sparen.
Geschrieben von Silke Menne.
Geschrieben von Silke Menne.
Geschrieben von Silke Menne.
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