Alles über Nebengelenktiere
Zusätzliche Gelenke, aber kaum Zähne – hier findest du alles über Nebengelenktiere und ihre einzigartigen Merkmale!
Was sind Nebengelenktiere?
Nebengelenktiere sind Säugetiere, die zusätzliche Gelenke besitzen. Sie helfen ihnen bei der Fortbewegung auf dem Boden und beim Klettern in Bäumen. Die Arten unterscheiden sich stark in ihrem Äußeren. Es gibt welche, die langes Fell haben – also zum Beispiel Faultiere. Andere haben stattdessen einen Panzer – zum Beispiel Gürteltiere. Auch in ihrem Verhalten und ihren Fähigkeiten könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Gürteltiere rollen sich bei Gefahr zu einem Ball wie ein Igel. Faultiere verharren regungslos und hoffen, nicht entdeckt zu werden. Der Ameisenbär geht zum Angriff über: Er verteidigt sich mit seinen scharfen Krallen.
Besondere Merkmale von Nebengelenktieren
- Es gibt 37 Arten von Nebengelenktieren.
- Es gibt sechs Arten von Faultieren, zehn Arten von Ameisenbären und 20 Arten von Gürteltieren.
- Nebengelenktiere haben zusätzliche Gelenke am letzten Brustwirbel und am Lendenwirbel.
- Nebengelenktiere leben in tropischen Gebieten in Mittel- und Südamerika. Nur das Neunbinden-Gürteltier lebt auch im Süden Nordamerikas.
- Nebengelenktiere sind Pflanzenfresser, Allesfresser oder ernähren sich von Insekten.
- Kreuzbein und Sitzbein der Nebengelenktiere sind miteinander verbunden. Das gibt den Tieren mehr Stabilität.
- Ihr Stoffwechsel ist 40-60 % langsamer als der anderer Säugetiere.
- Das größte Nebengelenktier ist das Riesengürteltier. Es wird 75-100 cm lang und wiegt bis zu 54 kg.
- Das kleinste Nebengelenktier ist der Gürtelmull. Er wird nur 9-11,5 cm lang und wiegt nur 120 g.
Stammbaum der Nebengelenktiere
Die vier Hauptmerkmale von Nebengelenktieren
1. Zusätzliche Gelenke
Der wissenschaftliche Name der Nebengelenktiere ist „Xenarthra“. Das bedeutet wortwörtlich „seltsame Gelenke“. Sie befinden sich an der Brustwirbelsäule und an der Lendenwirbelsäule. Ob seltsam oder nicht, auf jeden Fall sind sie sehr praktisch, denn dadurch ist ihre Wirbelsäule sehr beweglich.
2. Scharfe Krallen
Nebengelenktiere besitzen lange, scharfe Krallen. Beim Faultier sehen sie aus wie lange Klingen – das ist fast schon etwas gruselig! Je nach Lebensraum haben sie unterschiedliche Aufgaben. Das Faultier braucht sie, um an Ästen zu hängen. Ameisenbären haben Krallen, um in der Erde nach Ameisen und Termiten zu graben.
3. Seltsame Zähne
Faultiere und Gürteltiere haben zwar Zähne, aber keinen Zahnschmelz und keine Zahnwurzeln. Ameisenbären haben gar keine Zähne, dafür aber eine lange Zunge.
4. Langsamer Stoffwechsel
Alle Nebengelenktiere haben einen langsamen Stoffwechsel. Sie bekommen über ihre Nahrung wenig Nährstoffe und haben daher wenig Energie. Deshalb bewegen sie sich meistens sehr langsam – um Energie zu sparen.




























