Fledermaus
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Fledertiere sind Säugetiere, die fliegen können. Das macht sie einzigartig unter den Säugetieren. Sie werden in Fledermäuse und Flughunde unterteilt. Fledertiere sind an das Leben in der Dunkelheit angepasst und sind daher nachts aktiv. Tagsüber schlafen sie. Von 6.600 Säugetierarten sind 1.400 Arten Fledertiere. Nach den Nagetieren mit 2.500 bis 2.600 Arten sind sie daher die Tierordnung mit der zweithöchsten Artenvielfalt.
Die Flügel der Fledertiere sind umgewandelte Hände mit Fingern. Zwischen den Fingern befindet sich eine dünne Haut. Sie wird Flughaut genannt. Wenn die Tiere ihre Finger spreizen, spannt sich die Haut und wird zu Flügeln, die ihnen das Fliegen ermöglichen.
Die meisten Fledertiere werden erst aktiv, wenn die Dunkelheit einbricht. Sie sind nachts unterwegs, weil dann weniger Feinde aktiv sind. Spannend ist: Auf den Azoren (einer Inselgruppe im Atlantik) haben Fledermäuse keine Feinde und sind daher tagsüber aktiv.
Fledermäuse können blitzschnell hintereinander sehr hohe Laute ausstoßen. Sie sind so hoch, dass sie als Ultraschalllaute bezeichnet werden. Wenn sie auf etwas treffen – zum Beispiel eine Mauer, einen Baum oder Insekten – werden die Laute wieder zurückgeworfen. Das nennt man Echo. Die Laute erzeugen also eine Art hörbare Landkarte der Umgebung.
Es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen den beiden Fledertierarten, aber hier sind die wichtigsten übersichtlich zusammengefasst:
Fledermäuse sind eher kleine Tiere. Auch ihre Augen sind klein. Da sie zur Orientierung Echoortung benutzen, müssen sie nicht gut sehen können. Fledermäuse fressen vor allem Insekten.
Flughunde sind eher große Tiere. Sie haben große Augen, mit denen sie gut sehen können. Nur wenige Arten von Flughunden verwenden die Echoortung. Flughunde ernähren sich vor allem von Früchten, Nektar und Pollen.
Geschrieben von Silke Menne.
Geschrieben von Silke Menne.
Geschrieben von Silke Menne.
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