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Delfine benutzen Schwämme als Werkzeug – sie jagen mit ihrer Hilfe Fische

  • Delfine sind hochintelligent.
  • Sie benutzen Schwämme, um an Meeresboden Beutetiere aufzuscheuchen.
  • Die Schwämme schützen ihre empfindlichen Nasen vor scharfen Felskanten.

Delfin mit Schwamm im Mund Delfin mit Schwamm im Mund - Foto: Ellen Jacobs et al [CC BY 4.0], via Royal Society Open Science

Nur eine kleine Gruppe benutzt Meeresschwämme

In einer Bucht namens Shark Bay in Australien gibt es eine Gruppe Großer Tümmler, die eine einzigartige Fähigkeit hat: Die Delfine schnappen sich mit ihrer Schnauze Meeresschwämme und gehen damit auf die Jagd. Es gibt über 40 Arten von Delfinen und vom Großen Tümmler weltweit über 35 genetisch unterschiedliche Populationen. Aber nur die, die im Shark Bay lebt, ist dazu in der Lage.

Was genau machen sie mit den Meeresschwämmen?

Forscher haben beobachtet, dass sie mit den Schwämmen am Meeresboden entlang schwimmen. Sie versuchen dort, Fische aufzuscheuchen, die sich zwischen Felsen verstecken. Um ihre Nase vor Verletzungen zu schützen, tragen sie die Schwämme im Mund. Denn: Es gibt dort nicht nur scharfkantige Felsen und Muscheln, sondern auch gefährliche Fische wie Skorpionfische, Steinfische und Rochen.

Veränderte Echoortung

Delfine benutzen Klicklaute, um von ihrer Umgebung eine „hörbare Landkarte“ zu erstellen. Die Klicklaute entstehen aber in der Nase, also genauer gesagt in der „Melone“, einem Organ, das in der Nase sitzt. Forscher haben herausgefunden, dass sich die Echos verändern, wenn sie Schwämme im Mund haben.

Gelernt, ist gelernt

Hinzu kommt, dass jeder Schwamm eine andere Form hat, weshalb die Echos anders klingen und flexibel gedeutet werden müssen. Das ist eine hohe Kunst. Das Wissen wird zwar an die Nachkommen weitergegeben, aber es dauert Jahre, bis ein Delfine diese Technik erlernt hat und beherrscht.

Über die Studie

Die Studie der Universität Aarhus (Dänemark) erschien im Juli 2025 in der Fachzeitschrift Royal Society Open Science.


Quellen:


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