Die 15 seltsamsten Tiere der Welt
5. Platz: Streifentenrek (Hemicentetes semispinosus)
Steckbrief
- Klasse: Säugetiere
- Ordnung: Tenrektartige (Afrosoricida)
- Familie: Tenreks (Tenrecidae)
- Verbreitung: Ausschließlich auf Madagaskar
- Lebensraum: Tropischer Regenwald
Ganz schön stachlig! Der kleine Punker aus dem Urwald
Schwierig zu lesen und fast schon ein Zungenbrecher: Der Streifentenrek! Dieses winzige Säugetier sieht aus wie eine bunte Mischung aus einer großen Hummel und einem kleinen Igel. Mit seinem gelb-schwarz gestreiften Fell und der wilden Stachelfrisur auf dem Kopf ist er ein echter Hingucker im Unterholz des Dschungels. Trotz des stachligen Aussehens wiegt das Tier gerade einmal so viel wie eine Tafel Schokolade.
Wenn Gefahr droht, versteckt sich der kleine Kerl aber keineswegs. Im Gegenteil: Zur Verteidigung stellt er die Stacheln an seinem Nacken steil nach vorne auf und macht einen kleinen, mutigen Hüpfer direkt auf den Angreifer zu! Damit versucht er, die scharfen Spitzen in die Schnauze oder die Pfoten des Feindes zu piksen. Ganz schön mutig für so ein kleines Tier!
Geheimsprache: Ein Tier, das mit den Stacheln „spricht“
Die Stacheln können aber noch etwas viel Verrückteres: Das Tier nutzt sie, um Musik beziehungsweise Töne zu erzeugen! Auf seinem Rücken hat der Streifentenrek eine ganz besondere Gruppe von Stacheln. Wenn er diese extrem schnell aneinanderreibt, entsteht ein hoher, rasselnder Ton. Biologen nennen dieses Phänomen Stridulation – das funktioniert ähnlich wie bei Grillen, die ihre Flügel aneinanderreihen.
Da es im dichten Regenwald von Madagaskar oft sehr dunkel ist, nutzt die Tenrek-Familie diese Töne als Geheimsprache. So halten die Eltern den Kontakt zu ihren Jungtieren, ohne dass gefährliche Raubtiere etwas davon mitbekommen. Denn das menschliche Ohr kann diese extrem hohen Töne fast gar nicht hören.
Was steht auf dem Speiseplan?
Der Streifentenrek ist ein fleißiger Arbeiter. Mit seiner langen, spitzen Schnauze wühlt er stundenlang im feuchten Waldboden nach seiner absoluten Lieblingsspeise: Regenwürmer! Hat er einen Wurm entdeckt, packt er ihn mit den Zähnen und zieht ihn geschickt aus der Erde. Damit er beim Essen auf dem feuchen, schlammigen Regenwaldboden nicht wegrutscht, stampft er beim Suchen oft rhythmisch mit den Vorderpfoten auf den Boden.
Weiter zu Platz 6: Ein Fisch mit knallrotem Kussmund!
Auf der nächsten Seite wartet ein Meeresbewohner auf dich, der aussieht, als hätte er sich gerade heimlich an Mamas Lippenstift bedient. Er trägt ein leuchtendes Quietsch-Rot im Gesicht!. Obwohl er ein Fisch ist, ist er ein furchtbar schlechter Schwimmer. Stattdessen geht er lieber im Meer spazieren! Klicke jetzt weiter und finde heraus, was es mit der lustigen Seefledermaus auf sich hat!
Quellen:
- Evidence for Echolocation in the Tenrecidae of Madagascar (https://www.jstor.org)
- Inhaltsverzeichnis:
- 0. Einleitung
- 1. Kuhfisch
- 2. Glasfrosch
- 3. Sägerochen
- 4. Spiegeleiqualle
- 5. Streifentenrek
- 6. Seefledermaus
- 7. Saiga
- 8. Gespensterfisch
- 9. Glasflügler
- 10. Moschustier
- 11. Dugong
- 12. Ozeanschnecke
- 13. Riesenassel
- 14. Fetzenfisch
- 15. Blattschwanzgecko
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