Die 15 seltsamsten Tiere der Welt
15. Platz: Blattschwanzgecko (Uroplatus)
Steckbrief
- Klasse: Reptilien
- Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
- Familie: Geckos (Gekkonidae)
- Verbreitung: Madagaskar
- Lebensraum: Tropische Regen- und Trockenwälder
Ein wandelndes Blatt: Madagaskars genialster Tarnungskünstler
Wenn du im dichten Dschungel von Madagaskar unterwegs bist, stehst du vielleicht direkt vor einem Blattschwanzgecko (Gattung Uroplatus) und hältst ihn einfach für ein totes Stück Holz. Diese Echsen haben die Kunst der Tarnung (Mimese) auf die absolute Spitze getrieben. Ihr gesamter Körper ist eine einzige optische Täuschung!
Besonders spektakulär ist der Teufels-Blattschwanzgecko (Uroplatus phantasticus): Sein Schwanz ist flach, breit und hat wellige Ränder. Er sieht nicht nur aus wie ein trockenes, braunes Blatt – er besitzt sogar feine Linien, die den Blattadern einer Pflanze täuschend ähnlich sehen. Manche Tiere haben sogar kleine Löcher oder Flecken am Körper, die aussehen, als hätten Insekten das „Blatt“ angeknabbert oder als sei es von Schimmel befallen. Perfekter kann man sich im Laubwald nicht verstecken.
Die Kunst, keinen Schatten zu werfen
Andere Arten dieser Gecko-Familie, wie der Moos-Blattschwanzgecko, verbringen den Tag flach an Baumstämme gepresst. Damit sie von Vögeln oder Schlangen nicht entdeckt werden, nutzen sie einen genialen physikalischen Trick: Entlang ihres Körpers und Kopfes besitzen sie fransige Hautlappen. Wenn der Gecko sich an die Rinde klammert, breitet er diese Fransen flach aus.
Er ist für das Auge seiner Feinde praktisch unsichtbar, denn er wirft keinen Schatten. Er verschmilzt vollständig mit der Flechten- und Moosstruktur des Baumes.
Riesige Augen und klebrige Füße im Nachtmodus
Tagsüber schlafen die Geckos völlig regungslos. Erst wenn die Nacht hereinbricht, werden die Meister der Tarnung zu aktiven Jägern. Da sie im Dunkeln jagen, besitzen sie im Verhältnis zum Kopf riesige Augen mit senkrechten Schlitzpupillen. Diese Augen sind extrem lichtempfindlich – sie können Farben bei Nacht fast 350-mal besser wahrnehmen als das menschliche Auge!
Auf dem Speiseplan stehen vor allem Insekten, Spinnen und kleine Schnecken. Dank der winzigen Haftborsten an ihren Füßen (Setae) können die Geckos selbst an spiegelglatten Bambusrohren oder der Unterseite von Blättern entlangspazieren, ohne den Halt zu verlieren. Und falls sich doch mal ein Feind nähert, reißt der Gecko sein riesiges, hellrotes Maul auf und stößt einen lauten Schrei aus, um den Angreifer im letzten Moment zu Tode zu erschrecken.
Das waren die 15 skurrilsten Tiere unserer Erde!
Die Natur überrascht uns immer wieder mit den verrücktesten Anpassungen, Formen und Farben. Welches dieser Tiere hat dich am meisten fasziniert? Teile den Beitrag mit deinen Freunden und stöbere weiter in unseren spannenden Tier-Artikeln!
- Inhaltsverzeichnis:
- 0. Einleitung
- 1. Kuhfisch
- 2. Glasfrosch
- 3. Sägerochen
- 4. Spiegeleiqualle
- 5. Streifentenrek
- 6. Seefledermaus
- 7. Saiga
- 8. Gespensterfisch
- 9. Glasflügler
- 10. Moschustier
- 11. Dugong
- 12. Ozeanschnecke
- 13. Riesenassel
- 14. Fetzenfisch
- 15. Blattschwanzgecko
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