Verrückte Entdeckung: Chihuahuas sind zum Teil Kojoten
- Wissenschaftler haben eine neue Software namens Gnomix entwickelt, die die Erbanlage von Tieren blitzschnell liest.
- Beim Chihuahua fanden die Forscher überraschend Gen-Abschnitte von echten, wilden Kojoten.
- Auch beim mexikanischen Nackthund Xoloitzcuintli spürte das Programm Uralt-Gene auf, die über 100 Generationen zurückreichen.
Ein Detektiv für die Bausteine des Lebens
Jedes Lebewesen besitzt in seinen Zellen eine Art Bauplan. Diesen Bauplan nennen Experten Erbgut oder DNA. Im Lauf der Jahrhunderte mischen sich die Bausteine von verschiedenen Vorfahren. Eine neue Software liest diese riesigen Datenmengen nun blitzschnell aus. Das Programm zerlegt das Erbgut in winzige Schnipsel. So erkennt die Software ganz genau, von welchem wilden Ahnen ein bestimmter Abschnitt vererbt wurde.
Der wilde Kojote im kleinsten Hund der Welt
Die Forscher erlebten bei der Untersuchung von Hunderassen eine echte Überraschung. Im Erbgut des winzigen Chihuahuas entdeckten sie Bausteine von wilden Kojoten. Die Vorfahren der Chihuahuas haben sich in Nordamerika vor langer Zeit mit den wilden Raubtieren gepaart. Das erklärt vielleicht auch, warum die kleinen Hunde oft so mutig und lautstark wie echte Wildtiere auftreten. Auch beim mexikanischen Nackthund Xoloitzcuintli fand das Programm Erbgut von den Eiszeit-Hunden.
Warum die Entdeckung der Forschung hilft
Das neue Programm arbeitet viel schneller und genauer als ältere. Das hilft Forschern in der Medizin und der Genetik, also der Vererbungslehre. So verstehen Wissenschaftler in Zukunft viel besser, wie sich Tiere über Jahrtausende verändert haben und wie Krankheiten entstehen.
Über die Studie
Die Studie der Stanford University erschien im Juli 2026 in der Fachzeitschrift Nature Communications.
Quellen:














