Erstaunliche Entdeckung: Im Stoßzahn des Narwals steckt eine zweite Spirale
- Wissenschaftler haben das Geheimnis hinter der einzigartigen Schraubenform des Narwal-Stoßzahns gelüftet.
- Das Verblüffende: Im Inneren der gedrehten Stoßzahn-Spirale versteckt sich eine zweite Spirale – und die dreht sich genau andersherum!
- Die Spiralen macht die Zähne der „Einhörner der Meere“ extrem widerstandsfähig gegen eisiges Packeis.
Ein Stoßzahn wie aus dem Märchenbuch
Der bis zu 3 m lange Zahn des Narwals (Monodon monoceros) sieht aus wie das Horn eines Einhorns. Der Stoßzahn dreht sich von außen betrachtet immer wie eine Korkenzieher-Spirale nach links. In der Zoologie war lange rätselhaft, wie diese perfekte Drehung entsteht. Ein Forschungsteam hat den Zahn nun Schicht für Schicht unter das Mikroskop genommen – und ein verblüffendes Geheimnis im inneren entdeckt.
Die verwickelte Doppel-Spirale
Das Geheimnis steckt in mineralisierten Kollagenfasern – das sind gehärtete Eiweißbausteine. Die Fasern bilden eine Doppel-Spirale mit gegensätzlicher Drehrichtung. Während die äußere Zahnschicht, der sogenannte Zement, als linksdrehende Spirale gewickelt ist, verläuft das darunterliegende Zahnbein (Dentin) als rechtsdrehende Spirale.
Superkräfte für das Leben im Eismeer
Durch die gegeneinander verdrehten Spiralen wird der Narwal-Stoßzahn nicht nur superfest, sondern bleibt gleichzeitig biegsam. So bricht der Zahn nicht ab, wenn der Wal damit durch das dicke Eis des Nordpolarmeers navigiert. Diese Baukunst fasziniert auch die Bionik und Biomedizin: Das Wissen über gegenseitig verdrehte Schichten kann Wissenschaftlern dabei helfen, neuartige, extrem belastbare Verbundwerkstoffe für die Zukunft zu entwickeln.
Über die Studie
Die Studie der Aarhus Universtiy (Dänemark) erschien im August 2026 in der Fachzeitschrift nature communications.
Quellen:
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