Zum Hauptinhalt springen

tierchenwelt.de - Das Tierlexikon für Kinder

  • Zur News-Übersicht

Konnten die riesigen Urzeit-Kängurus hüpfen – mit 250 kg Körpergewicht?

  • Kängurus laufen nicht, sondern hüpfen.
  • Ihre Vorfahren, die Urzeit-Kängurus, waren jedoch doppelt so schwer.
  • Konnten sie trotz ihres hohen Körpergewichts hüpfen?

Procoptodon Der Procoptodon – ein Vorfahre der heutigen Kängurus - Bild: Künstlich erzeugte Illustration

Die größten Säugetiere, die hüpfen können

Heute sind Kängurus die größten Säugetiere, die sich mit ihren Hinterbeinen hüpfend fortbewegen können. Vor vielen Millionen Jahren waren sie aber viel größer und schwerer. Sie waren mehr als doppelt so schwer wie das Rote Riesenkänguru mit 90-100 kg. Sie wogen bis zu 250 kg und waren 2-3 m groß. Wissenschaftler waren bislang davon überzeugt, dass ein Tier, das schwerer als 140-160 kg ist, nicht hüpfen kann. Das würden die Hinterbeine nicht aushalten.

Fossile Knochen unter der Lupe

Um herauszufinden, ob die bisherige Annahme richtig ist, haben Wissenschaftler die fossilen Knochen eines Procoptodon untersucht – das riesige Känguru, das während des Pleistozäns lebte. Sie haben die Hinterbeinknochen und Hinterbeinsehnen mit denen der heutigen Kängurus verglichen und mit Hilfe modernster Techniken Berechnungen angestellt.

Starke Knochen und starke Sehnen

Die Ergebnisse der Wissenschaftler deuten stark darauf hin, dass die Knochen und die Sehnen des Procoptodon stark genug waren, die Belastung auszuhalten. Sie vermuten allerdings, dass das Tier die meiste Zeit doch eher lief und nur kurze Strecken hüpfte.

Über die Studie

Die Studie der University of Bristol (England) erschien im Januar 2026 in der Fachzeitschrift Nature.


Quellen:


Mehr zum Thema: