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Warum Hunde helfen und Katzen nur zuschauen, wenn Menschen etwas suchen

  • Hunde sind Gruppentiere, während Katzen Einzelgänger sind.
  • Diese Verhalten zeigt sich auch im Zusammenleben mit Menschen.
  • Hunde helfen dem Menschen aus einem natürlichen sozialen Bedürfnis heraus.

Cavalier King Charles Spaniel Foto: AnnaFotyma/stock.adobe.com

Wo war nochmal ...?

Wissenschaftler haben ein einfaches Experiment mit Hunden, Katzen und Kleinkindern durchgeführt. Ein neutraler Gegenstand (ein Schwamm) wurde vor den Augen der Haustiere und der Kleinkinder versteckt. Dann betrat ein Erwachsener (Elternteil oder Besitzer) den Raum und sollte den Gegenstand suchen. Aber ohne, um Hilfe zu bitten. Sie stellten sich die Frage: Wie würden Hunde, Katzen und Kleinkinder darauf reagieren?

Alle zeigten großes Interesse, aber ...

Sowohl Hunde als auch Katzen und Kleinkinder zeigten großes Interesse an der Suche nach dem versteckten Gegenstand. Sie sahen zwischen dem versteckten Gegenstand und dem Erwachsenen hin und her.

... Hunde eilen zu Hilfe, Katzen nicht

75 % der Hunde und Kleinkinder machten den Erwachsenen darauf aufmerksam, wo sich der Gegenstand befand. Sie liefen hin, zeigten darauf oder holten den Gegenstand sogar. Dabei gab es keine Belohnung – die Hilfe war selbstlos. Und die Katzen? Sie halfen nicht. Und das hat auch einen einfachen Grund.

Ein Test mit Leckerli und Spielzeug

Die Wissenschaftler wollten erfahren, ob das Verhalten vom Gegenstand abhängt. Sie versteckten daher in einem anderen Test Leckerli oder Spielzeug – was natürlich ein deutlich höheres, persönliches Interesse weckt. Hier wurde ein Unterschied deutlich: Die Katzen halfen, weil der gesuchte Gegenstand für sie ein leckerer Snack bedeuten könnte. Sie waren motiviert zu helfen, weil es in ihrem eigenen Interesse war.

Was heißt das?

Menschen leben seit Jahrtausenden mit Haustieren eng zusammen. Das allein ruft aber kein soziales Verhalten hervor. Hunde sind sozialer und kooperativer, weil es in ihrer Natur liegt und sie durch Zucht verstärkt wurde.

Über die Studie

Die Studie der Eötvös Loránd University (Ungarn) erschien im März 2026 in der Fachzeitschrift Animal Behaviour.


Quellen:


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