Uhus in Bulgarien ändern ihr Beuteschema: sie jagen Riesen-Laubheuschrecken
- Auf der Balkanhalbinsel gibt es eine große Vielfalt an Heuschrecken.
- Doch einige Arten sind stark bedroht.
- Forscher untersuchen die Nahrung von Uhus, um bedrohte Arten ausfindig zu machen.
Bedrohtes Insekt
Wenn man über eine Tierart etwas erfahren möchte, ist es manchmal leichter, das zu untersuchen, was hinterlassen wird. Im Fall der stark bedrohten Laubheuschreckenart Bradyporus macrogaster ist es der Kot von Uhus. Das Insekt lebt auf der Balkanhalbinsel, die zahlreiche Grashüpfer, Grillen und andere Heuschrecken beheimatet.
Ungewöhnliche Beute für Uhus
Bulgarische Forscher veröffentlichten ihre nun Erkenntnisse über Uhus in Bulgarien. Sie fanden heraus, dass drei Laubheuschreckenarten besonders häufig in der Nahrung der Greifvögel vorkommt. Eine davon ist die stark bedrohte Art Bradyporus macrogaster.
Keine freiwillige Entscheidung
Warum ist das eine wichtige Info? Eigentlich jagen die Raubvögel kleine Säugetiere und andere Vögel. Laubheuschrecken zählen nicht zu ihrer bevorzugten Beute. Die Eule hat ihr Jagdverhalten nicht freiwillig geändert, sondern weil sie immer weniger von ihrem „Lieblingsessen“ findet. Grund dafür ist, dass die Beutetiere ihren Lebensraum verlieren – meist durch den Menschen. Mit Hilfe der Ergebnisse können Forscher nun besseren Schutz für Lebensräume fordern, damit deren natürliches Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann.
Quellen: