Größter fleischfressender Dinosaurier war Vegetarier
- 50 Jahre lang ordnete man einen Dinosaurier aus dem Trias völlig falsch ein.
- Man hielt ihn für den größten Raubsaurier seiner Zeit.
- Er war aber viel kleiner – und Vegetarier.
Fußabdrücke in Australien
In einem Kohlebergwerk in Australien fand man vor 50 Jahren Fußabdrücke eines Dinosauriers. Sie ähnelten dem eines Raubsauriers. Sie waren so breit und lang, dass man annahm, dass das Tier mindestens zwei Meter lange Beine gehabt haben muss. Die Entdeckung war für Dino-Fans eine Sensation, denn vor 220 Millionen Jahren (Ende des Trias) waren die meisten Dinosaurier viel kleiner.
Untersuchung anhand von Zeichnungen
Doch die Paläontologen (= Menschen, die Fossilien erforschen) hatten bei ihrer Analyse keinen Zugang zu den original Fußabdrücken. Sie mussten diese anhand von Zeichnungen und Fotos untersuchen – wodurch ihnen wichtige Informationen fehlten.
Doch kein Raubsaurier!
Vor kurzem wurden die Fußabdrücke nun erneut untersucht und festgestellt, dass sie gar keinem Raubsaurier gehören, sondern einem langhalsigen, pflanzenfressenden Prosauropoden. Er wurde wohl rund sechs Meter lang und hatte etwa 1,4 m lange Beine.
Wer war der größte fleischfressende Dinosaurier?
Lange Zeit dachte man, es wäre der Tyrannosaurus rex. Er wurde 10-11 m lang. Dann glaubte man, es wäre der Giganotosaurus mit 13-14 m Länge. Im Moment glauben die Paläontologen, dass der größte Raubsaurier der Spinosaurus aegyptiacus war. Er soll 16-18 m lang und 7-9 Tonnen schwer gewesen sein.
Über die Studie
Die Studie der University of Queensland (Australien) erschien im Oktober 2021 im Magazin Historical Biology.
Quellen: