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Insekten haben mehr als 200.000 Gehirnzellen

  • Insekten sind vermutlich schlauer, als wir denken.
  • Fruchtfliegen und Mücken besitzen rund 200.000 Gehirnzellen.
  • Laut Forschern können sie mehr Informationen verarbeiten als ein Supercomputer.

Stechmücke Stechmücke - Foto: Alf Ribeiro/Shutterstock

Wie schlagen Insektengehirne unsere Supercomputer?

In der modernen Informationstechnologie verbrauchen Supercomputer Unmengen an Strom und Platz, um Daten in Echtzeit zu verarbeiten. Insekten schaffen das mit einem winzigen Bruchteil dieser Ressourcen. Forschende haben herausgefunden, dass die Mini-Gehirne Meister der Effizienz sind. Ein Insekt kann während des rasanten Flugs gleichzeitig Hindernissen ausweichen, Windströmungen berechnen, die Umgebung nach Feinden scannen und parallel dazu Nahrung aufspüren. Diese enorme Multitasking-Fähigkeit stellt jede vom Menschen gebaute Maschine in den Schatten.

Die magische Grenze für komplexe Aufgaben

Um die Leistungsfähigkeit zu verstehen, zählten die Wissenschaftler die Gehirnzellen der Tiere. Bei einer untersuchten Fruchtfliegenart kamen die Experten auf exakt 199.380 Gehirnzellen. Drei analysierte Mückenarten lagen mit 217.910 bis 225.911 Nervenzellen in einem ähnlichen Bereich. Laut der Forschungsgruppe ist diese Zahl von rund 200.000 Zellen kein Zufall, sondern markiert eine Art evolutionäre Mindestvoraussetzung. Diese biologische Basis ist zwingend notwendig, damit ein Lebewesen so anspruchsvolle Verhaltensweisen und Steuerungen überhaupt fehlerfrei ausführen kann.

Der gigantische Unterschied zum Menschen

Vergleicht man diese Zahlen mit Säugetieren oder dem Menschen, wird das Effizienzwunder der Arthropoden erst richtig deutlich. Ein durchschnittliches Nagetier besitzt bereits etwa 12 Milliarden Nervenzellen im Kopf. Das menschliche Gehirn bringt es sogar auf die unvorstellbare Anzahl von rund 86 Milliarden Nervenzellen. Dass Insekten mit nur einem winzigen Bruchteil dieser Kapazität so perfekt in ihrer Umwelt zurechtkommen, fasziniert die Wissenschaft. Die Natur hat hier ein extrem komprimiertes und fehlerfreies Netzwerk erschaffen.

Über die Studie

Die Studie des Johns Hopkins Medicine (USA) wurde im Mai 2021 im Magazin PLOS ONE veröffentlicht.


Quellen:


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