Warum sind Füchse so schlau? 7 clevere Fakten über Rotfüchse!
Warum sind Füchse intelligent? Entdecke 7 spannende Fakten über die erstaunlichen Fähigkeiten des Rotfuchses – von Jagdstrategien bis hin zu ihrem geheimnisvollen Magnetsinn!
Füchse gelten als besonders intelligent, deshalb sagt man auch: „Du bist ein schlauer Fuchs!“, wenn jemand etwas Kluges gemacht oder gesagt hat. Tatsächlich sind Füchse sehr neugierig und clever. Sie passen sich blitzschnell an neue Umgebungen an, können Gefahren einschätzen, denken strategisch, lernen durch Beobachtung und merken sich Lösungen.
Auf der Jagd schleichen sie sich leise und vorsichtig an und überlegen genau, bevor sie zuschlagen. Früher machte ihre Intelligenz den Menschen Angst, so dass sie ihr Verhalten für Hinterlist oder Täuschung hielten. In Märchen taucht der Fuchs deshalb immer wieder als Charakter auf, der andere austrickst und betrügt. Das ist natürlich Quatsch. Dass er Beute versteckt, hat nichts mit Betrug zu tun. Er versucht Vorräte für sein Überleben zu sichern – wie andere Tiere auch.
Füchse sind außerdem sehr wichtig für das Gleichgewicht in der Natur. Sie helfen, die Zahl von kleinen Nagetieren zu kontrollieren und sorgen dafür, dass Pflanzen und Felder weniger stark beschädigt werden. Außerdem fressen sie Aas und verhindern dadurch, dass sich Krankheiten ausbreiten. In Deutschland werden jedes Jahr 400.000-500.000 Füchse gejagt, obwohl das nicht nötig wäre (mehr dazu in unserem Steckbrief). Was denkst du: Sollten Füchse gejagt werden?
1. Rotfüchse überlegen, bevor sie handeln
Füchse sind hervorragende Jäger. Sie schleichen sich leise an ihre Beute heran, bewegen sich oft geduckt und achten auf Geräusche und Bewegungen. Sie beobachten ihre Umgebung ganz genau: Wo ist die Beute? Gibt es Hindernisse oder Gefahren? Um die beste Strategie zu wählen, nutzen sie all ihre Sinne: den Hörsinn, Sehsinn, Geruchssinn und Magnetsinn. Sie greifen nicht sofort an, sondern denken und planen, bevor sie zuschlagen. Mit einem gezielten Sprung schnappen sie sich dann ihre Beute.
2. Rotfüchse haben einen Magnetsinn
Wow, Füchse haben einen Magnetsinn? Ja, tatsächlich. Sie können das Magnetfeld der Erde wahrnehmen. Er hilft ihnen, Beute auch bei schlechtem Wetter oder Schnee finden. Sie nutzen die Nord-Süd-Ausrichtung des Erdmagnetfeldes und richten sich in einem 20°-Winkel zur Beute aus. Dann springen ganz gezielt und landen oft punktgenau auf der Beute. Wie genau sie das Magnetfeld wahrnehmen ist noch unklar – vermutlich über Eisenpartikel im Körper und/oder bestimmte Proteine im Auge (wie bei Vögeln).
3. Rotfüchse tricksen andere Tiere aus
Füchse sind Meister darin, andere Tiere zu täuschen! Sie verstecken oft Beute, die sie gerade nicht essen können – zum Beispiel Mäuse. Dabei werden sie jedoch manchmal von Raben, Elstern, Greifvögel, Mardern oder Waschbären beobachtet. Wenn sie das merken, tun sie nur so, als würden sie ihr Futter verstecken – und bringen es später heimlich an einen anderen Ort, wenn sie gerade nicht beobachtet werden. Ganz schön clever!
4. Rotfüchse haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis
Wenn Füchse ihre Beute nicht vor Ort verzehren können, verstecken sie sie und kommen zu einem anderen Zeitpunkt wieder. Sie merken sich den Ort ganz genau und finden ihn zu 94 % wieder. Ihr gutes Gedächtnis hilft ihnen, in der Natur zu überleben.
5. Rotfüchse leben sogar in der Stadt
Füchse sind sehr anpassungsfähig. Sie leben nicht nur in Wäldern, Feldern, Wüsten, sondern auch in Städten. Sie passen ihre Nahrung und ihr Verhalten an den jeweiligen Lebensraum an. In Großstädten sind Füchse eher nachts aktiv, weil dann die meisten Menschen schlafen. Sie verstehen schnell, wie sie Essensreste zu erbeuten, oder wie sie an Haustierfutter kommen. Außerdem lernen sie, die Gefahr durch Autos und Haushunde einzuschätzen - auch wenn das trotzdem nicht immer gut für sie ausgeht. Trotzdem: Sie merken sich die sicheren Bereiche und solche, die sie lieber vermeiden.
6. Füchse öffnen Türen und Mülltonnen
Füchse beobachten andere Tiere und Menschen und können bestimmte Verhaltensweisen nachahmen. Sie lernen zum Beispiel sehr schnell, wie sie Gartentürchen oder Mülltonnen öffnen. Sie beobachten, probieren aus und merken sich den Lösungsweg, wenn sie Erfolg hatten.
7. Füchse können Menschen „lesen“
Mit etwas Training können Füchse unseren Blicken folgen und darauf reagieren, wenn wir ihnen mit der Hand oder dem Zeigefinger etwas zeigen – ganz ähnlich wie Haushunde.
Sind Füchse schlauer als Hunde?
Füchse sind nicht grundsätzlich schlauer als Hunde. Sie besitzen eine andere Form von Intelligenz. Während Hunde auf Zusammenarbeit mit Menschen spezialisiert sind, sind Füchse unabhängig und müssen in der Wildnis selbstständig überleben.
Füchse können insbesondere strategisch denken, Probleme lösen und sich anpassen. Sie lernen schnell, beobachten ihre Umgebung genau und entwickeln eigene Lösungen, um an Nahrung zu kommen oder Gefahren zu vermeiden.
Hunde hingegen haben eine viel stärkere soziale Intelligenz. Auch wenn zahme Füchse menschliche Gesten und Befehle verstehen, sind Hunde viel besser darin sie zu verstehen, weil sie über seit tausenden von Jahren als Haustier gehalten und gezüchtet worden sind.
Fazit:
- In der Wildnis sind Füchse oft überlegen.
- Im Umgang mit Menschen sind Hunde klar im Vorteil.
Quellen:
- Directional preference may enhance hunting accuracy in foraging foxes (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov)
- Are there Metacognitivists in the Fox Hole? A Preliminary Test of Information Seeking in an Arctic Fox (Vulpes lagopus) (https://www.mdpi.com)
- Behavior of Red Foxes, Vulpes vulpes, Caching Eggs of Loggerhead Turtles, Caretta caretta (https://academic.oup.com)
- Revisiting the concept of behavior patterns in animal behavior with an example from food-caching sequences in Wolves (Canis lupus), Coyotes (Canis latrans), and Red Foxes (Vulpes vulpes) (https://www.sciencedirect.com)
- The Wily and Courageous Red Fox: Behavioural Analysis of a Mesopredator at Resource Points Shared by an Apex Predator (https://www.mdpi.com)
- Defining hippocampal area CA2 in the fox (Vulpes vulpes) brain (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov)
- Social cognitive evolution in captive foxes (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov)
- Food caching by red foxes (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov)
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