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Erstmals beobachtet: Honigbienen benutzen Werkzeug

  • Wenn Bienen von Hornissen angegriffen werden, versuchen sie ihr Volk zu schützen.
  • Dazu sammeln sie frischen Kot von Tieren in der Umgebung.
  • Diesen schmieren sie um den Eingang ihres Bienenstocks.

Honigbienen Honigbienen - Foto: Daniel Prudek/Shutterstock

Rätselhafte Funde am Bienenstock: Forscher aus Kanada berichten

Wissenschaftlern der University of Guelph (Kanada) sind dunkle Stellen an den Eingängen asiatischer Bienenstöcke aufgefallen. In ihrer Studie berichten sie, dass es sich um Tierkot handelt, den die Bienen gesammelt und dorthin gebracht hatten.

Gefährliche Angreifer: Die Riesenhornisse bedroht das Bienenvolk

Aber warum? Dazu müssen wir etwas über deren Feinde wissen: die Hornissen. In Asien macht vor allem die Riesenhornisse der Art „Vespa soror“ den Tieren zu schaffen. Sie bilden kleine Schwärme, um ganze Nester zu überfallen und zu plündern.

Schmutz als Schutzschild: Abscheu oder Tarnung durch Gerüche?

Wenn diese aber mit Tierkot beschmiert sind, werden sie weniger häufig von Riesenhornissen angegriffen. Es könnte sein, dass der Geruch die Hornissen abschreckt, aber auch, dass der Geruch den Bienen als Tarnung dient. Den genauen Grund kennen die Forscher noch nicht.

Werkzeuggebrauch bei Insekten: Eine wissenschaftliche Überraschung

Das Verhalten der asiatischen Honigsammler ist nicht neu, es hatte bislang nur nie jemand untersucht. Lange Zeit dachte man, dass nur „höhere“ Säugetiere und Rabenvögel zum Werkzeuggebrauch in der Lage sind. Das ist nun der erste Beweis dafür, dass auch Bienen dazu fähig sind - eine große Sensation!


Quellen:


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